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Sturmtief “Ulli” spaltet Eiche

Am 04. Januar 2012 sorgte das Tief “Ulli” für einen Sturm, der auch über Brokeloh hinwegfegte. Diesen Urkräften war die wohl älteste und größte Eiche auf dem Brokeloher Linderberg nicht mehr gewachsen. Mit einem Durchmesser von rund 2 Metern und einem geschätzten Alter von 800 Jahren war diese Eiche die Seniorin unter den umstehenden Bäumen. Im Laufe der Jahrhunderte hatte sich in der Mitte des verzweigten Baumes durch Wasser und entstandene Risse die Fäulnis einen Weg in den Stamm gebahnt. Hierdurch und durch Blitzeinschläge war der Baum geschwächt und konnte nun den Kräften des Sturmes nicht mehr standhalten. Der Hauptstamm wurde bis zum Boden gespalten und eine Seite stürzte um.

Der Eigentümer hat die verbleibende Krone nun so beschnitten, dass der Baum entlastet wird und die Standsicherheit wieder gegeben ist.  Ob der noch stehende Rest des Baumes überleben kann, wird die Zeit zeigen. Der Baum ist einer von drei Eichen dieser Größe, die sich auf dem Linderberg befinden.

Es ist immer wieder bedauerlich, wenn einer dieser Methusalems leidet und man mit ansehen muss, wie sie sterben. Alte Bäume sind in unserer aufgeräumten Kulturlandschaft selten geworden. Um so mehr muss es unser Bestreben sein, den noch vorhandenen Baumbestand im Ort zu erhalten. Die Schönheit des Dorfes wird zum großen Teil auch durch die noch vorhandenen Hofeichen geprägt. Dieser Punkt war einer der ausschlaggebenden Kriterien bei der Bewertung zum Wettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft”. Die Pflege und der Erhalt dieser ortsbildprägenden Bäume sollte daher in unser aller Interesse liegen.

Einige Bilder des beschädigten Baumes:


Die größte Eiche in Brokeloh wird beim Sturm schwer beschädigt
 

 

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